Titanen der Rennbahn Titanen der Rennbahn Titanen der Rennbahn

Viel Spaß bei Schleppjagd der Titanen

Mit gut 200 Gästen ging der Brücker Kaltblut Zucht- und Sportverein am Samstag zur Schleppjagd auf Tour. Beim Fuchsgreifen und auf den Kremserwagen standen Spaß und Geselligkeit im Mittelpunkt.

Brück Bereits zum neunten Mal rief der Kaltblut Zucht- und Sportverein Brück die Reiter und Freunde zur Brücker Schleppjagd. Rund 200 Menschen, darunter 20 Reiter, folgten dem Ruf und begeisterten sich an dem Zusammenspiel von Mensch und Pferd. Die Schleppjagd begann ganz traditionell mit einen reichhaltigen Jagdfrühstück. Danach setzten sich zehn Kremser in Bewegung. Die Strecke führte am Rande der Belziger Landschaftswiesen vorbei zu den Brücker Türmen des Antennenmessplatzes und schließlich durch den Linther Busch. „Da hat uns die Trockenheit ausnahmsweise mal geholfen“, sagt Organisator Thomas Haseloff. „Ansonsten wäre die Strecke wegen des nassen Untergrundes so nicht möglich gewesen“.

Viele Gäste genossen „die Verknüpfung von Landschaft, Tieren und Leuten“, wie Fred de Koning sagte. Den Holländer hatte sein Interesse an der Landwirtschaft vor 16 Jahren nach Brück gezogen. Seine Ehefrau Anke lobte die Strecke, die erstmals gefahren wurde: „Sie führt viel an Laubbäumen vorbei, was im Herbst toll aussieht.“ Allerdings bedauern die de Konings, dass in diesem Jahr zum ersten Mal die Hundemeute nicht mit dabei war. „Es gab kurzfristige Absagen“, begründet Veranstalter Thomas Haseloff.

Der Master gibt das Tempo vor

Norman Schröder, der als „Master“ die Reiter anf-ührte und damit Tempo und Richtung vorgab, sah aber auch Vorteile: „Ohne Hunde ist es entspannter für Reiter und Pferde.“

Immerhin waren auch einige der Teilnehmer wohl noch nicht ausreichend sattelfest: „Viele Freizeitreiter wissen nicht, worauf sie sich einlassen“, sagt der Master. So durften einige die Hindernisse auch umreiten. Dem Spaß aller Teilnehmer tat das keinen Abbruch. „Wir sind zur Belustigung der Insassen der Kremser da“, sagt Norman Schröder und hat kein Problem damit.

Zu denen, die die Schleppjagd genossen, gehörten auch Mitarbeiter der Bautransport und Kranservice Neuseddin GmbH. Die Firma, die oft schon bei den „Titanen der Rennbahn“ unterstützt hatte, nutzte die Gelegenheit zu einem Betriebsausflug. „Das schweißt die Leute zusammen“, sagt Geschäftsführer Sven Merkner. „Wer nicht dabei war, hat Pech gehabt und was verpasst“, ergänzt ein Mitarbeiter.

Zwischendurch gab es für die Gäste immer wieder Musik und Gesang zu erleben. Der Sänger Andreas von der Na-und-Liveband imitierte zum Gaudi der Gäste gekonnt Udo Lindenberg, Peter Maffay, Herbert Grönemeyer, AC/DC und sogar Helene Fischer.

Höhepunkt der Tour war schließlich das „Fuchsgreifen“. Von einer Reiterin wird dazu ein Fuchsschwanz gehalten und irgendwo beim Ritt durch die Landschaft fallen gelassen. Wer ihn zuerst aufgenommen hatte, ist Sieger. In diesem Jahr schaffte das Madeleine Kohlschmidt aus Bergholz-Rehbrücke, die waghalsig zwischen die trampelnden Hufe der Pferde nach dem begehrten Fuchsschwanz griff.

Bei diesem Spiel stieß auch Heinrich Bühring aus der Lüneburger Heide zu dem Trupp. Er gehört zu den Lüneburger Heidedragonern und wird voraussichtlich mit seiner Gruppe bei den nächsten „Titanen der Rennbahn“ dabei sein.

Jagdgericht ahndet humorvoll Verstöße

Ganz am Ende des Ausfluges gab es noch einen besonderen Spaß: Fred de Koning und Thomas Haseloff legten auf Tischen der Kremser eine eindrucksvolle Tanzeinlage hin und sammelten noch Spenden für die kürzlich beendete Titanentour nach Russland.

„Uns geht es mit der alljährlichen Schleppjagd vor allem um Gemütlichkeit und Gemeinsamkeit. Das unterscheidet uns von sportlich ambitionierteren, ähnlichen Veranstaltungen“, sagen die Organisatoren Burkhardt und Thomas Haseloff. Beim abschließenden Jagdgericht, bei dem humorvoll Verstöße geahndet werden, mussten freilich auch Fred de Koning und Thomas Haseloff Strafe zahlen. Denn Sie hatten ihren Tanz nicht auf allen Kremsern vorgeführt.

Von Andreas Trunschke, Fotos von Andreas Trunschke, MAZ 22.10.2018

Madlein Kohlschmidt ergriff mutig den Fuchschwanz.

Madlein Kohlschmidt ergriff mutig den Fuchschwanz.

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